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Strategie · 17. Februar 2026

KI-Nutzung 2025: Zahlen des Statistischen Bundesamts

Die amtlichen Zahlen zeigen einen klaren Anstieg und einen Größenunterschied. Sie sind ein Maßstab, aber keine Anleitung.
Wellenartig verstreute matte Würfel, die sich rechts zu einem geordneten Raster fügen

Strategie 3 Min. Lesezeit Von Alexander Otto

StrategieStatistikMittelstandKennzahlen

Das Statistische Bundesamt hat die Ergebnisse seiner Erhebung zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie in Unternehmen für 2025 vorgelegt. Danach nutzte etwas mehr als ein Viertel der Unternehmen (26 Prozent) in Deutschland künstliche Intelligenz. 2023 lag der Anteil bei 12 Prozent, 2024 bei 20 Prozent. Innerhalb von zwei Jahren hat er sich damit mehr als verdoppelt.

Der Unterschied nach Größe

Große Unternehmen mit mindestens 250 Beschäftigten nutzen KI zu 57 Prozent, mittlere mit 50 bis 249 Beschäftigten zu 36 Prozent und kleine mit 10 bis 49 Beschäftigten zu 23 Prozent. Für den Mittelstand heißt das: Etwa jedes dritte mittlere Unternehmen ist dabei. Wer noch nicht angefangen hat, ist nicht allein, aber auch nicht mehr in der Mehrheit derer, die abwarten.

Welche Technologien genutzt werden

Unter den Unternehmen, die KI nutzen, setzen jeweils 52 Prozent auf Text-Mining und auf die Erzeugung von Bildern, Videos oder Audio. Spracherkennung nutzen 42 Prozent, die Erzeugung natürlicher Sprache 35 Prozent. Autonome Maschinenbewegung (6 Prozent) und Bilderkennung (17 Prozent) sind selten. Der Alltag liegt also bei Text, Sprache und Bildern, weniger bei Robotik.

Der regionale Blick

Das Bayerische Landesamt für Statistik meldete am 30. Januar 2026 für Bayern 29 Prozent (2024: 23, 2023: 13 Prozent). Das liegt über dem Bundeswert. Zahlen für Thüringen haben wir in den genannten Quellen nicht gefunden.

Wie Sie die Zahlen nutzen

  • Als Vergleich: Wo stehen Sie im Verhältnis zu Betrieben Ihrer Größe, und was nutzen diese vor allem?
  • Als Anlass: Fragen Sie Ihr Team, welche der genannten Technologien bereits im Haus eingesetzt werden, auch ohne offizielle Einführung.
  • Nicht als Ziel: Ein Anteil von 26 Prozent sagt nichts über den Nutzen aus. Eine Einführung ist nur sinnvoll, wenn sie ein konkretes Problem löst.

Was die Zahlen nicht sagen

Die Erhebung zählt, ob ein Unternehmen mindestens eine KI-Technologie nutzt. Wie intensiv, mit welchem Nutzen und mit welcher Sorgfalt, sagt sie nicht. Ein Betrieb, der einmal im Monat ein Sprachmodell zum Formulieren nutzt, zählt genauso wie einer, der Abläufe automatisiert. Auch deshalb lohnt der Blick auf die eigenen Anwendungsfälle mehr als der Vergleich mit dem Durchschnitt.

Prüfen Sie, welche Aufgaben in Ihrem Betrieb mit Text, Sprache oder Bildern zu tun haben und viel Zeit kosten. Dort liegen die ersten Anwendungsfälle, die auch andere Unternehmen bereits nutzen.

Quellen

Ihren Stand mit dem Markt vergleichen

Der Readiness-Check zeigt, wo Sie bei Daten, Prozessen und Kompetenz stehen.