GPT-6 Astra: Was das neue OpenAI-Modell für den Mittelstand bedeutet
OpenAI hat am 3. September GPT-6 Astra vorgestellt, zunächst mit eingeschränktem Zugang. Eine Einordnung für Unternehmen, die nicht jedem Release folgen wollen.
Makrotrends · 29. April 2026

DeepSeek hat am 24. April 2026 zwei Vorschau-Modelle der vierten Generation veröffentlicht. V4-Flash hat 284 Milliarden Parameter, von denen pro Token 13 Milliarden aktiv sind. V4-Pro hat 1,6 Billionen Parameter mit 49 Milliarden aktiven. Beide verarbeiten bis zu einer Million Token Kontext. Die Gewichte sind auf Hugging Face herunterladbar, außerdem gibt es einen Zugang über die DeepSeek-API und eine Weboberfläche.
Laut dem Fachmedium The Register benötigt der Zwischenspeicher für lange Kontexte 9,5- bis 13,7-mal weniger Speicher als beim Vorgänger V3.2. Das senkt die Betriebskosten. Die API-Preise liegen bei 0,14 US-Dollar pro Million Eingabetoken und 0,28 US-Dollar pro Million Ausgabetoken für V4-Flash, bei V4-Pro sind es 1,74 und 3,48 US-Dollar. Zum Vergleich nennt The Register für GPT-5.5 Preise von 5 und 30 US-Dollar. Die Modelle wurden nach Angaben von DeepSeek auf Nvidia- und Huawei-Beschleunigern validiert, trainiert wurde wohl überwiegend auf Nvidia.
DeepSeek behauptet, V4 übertreffe alle offenen Modelle und konkurriere mit den besten proprietären. Das Fachmedium rät zur Vorsicht: Gute Ergebnisse in vorbereiteten Tests bedeuten nicht, dass das Modell in der Praxis hält.
Ein niedriger Preis ist verlockend, besonders bei Aufgaben mit großen Textmengen. Vor einem Einsatz gehören aber mehrere Fragen auf den Tisch, die der Preis nicht beantwortet:
Offene Modelle mit langen Kontexten drücken die Preise, auch bei den etablierten Anbietern. Das ist für Betriebe grundsätzlich gut. Es ändert aber nichts an der Reihenfolge: Erst klären, welche Daten wohin dürfen, dann Modell und Preis.
Für sensible Daten bleiben europäische oder selbst betriebene Lösungen die erste Wahl. Für unkritische Texte, etwa öffentliche Beschreibungen, kann ein günstiges Modell sinnvoll sein, sofern die Datenschutzfrage geklärt ist.
Stellen Sie eine Aufgabe zusammen, die keine personenbezogenen oder vertraulichen Daten enthält, und lassen Sie mehrere Modelle antworten. So lernen Sie Qualität und Preisunterschiede kennen, ohne ein Risiko einzugehen.